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Anhand von Wandmalereien vermutet man, dass Menschen bereits in der Steinzeit mit Blutegeln therapiert wurden.

Der römische Arzt Galen (130 – 201 n. Chr.) war ein Befürworter der Blutegeltherapie. Fast alle medizinischen Lehren bauten auf seinem Gedankengut auf, so kam es, dass diese Therapieform für ca. 1500 Jahre zu einer der tragenden Säulen der Medizin wurde. Im 19. Jahrhundert führte der übermäßige Verbrauch von Blutegeln fast zu ihrer Ausrottung. Nicht zuletzt aufgrund der schlechten Qualität der Gewässer in Deutschland, sind Blutegel hier heute sehr selten zu finden.

Weltweit erlebten die Naturheilverfahren ab den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Renaissance. Hierdurch stieg die Anzahl von Untersuchungen und Veröffentlichungen. Zunächst wurde diese Therapieform bei venösen  Blutgerinnseln und Venenentzündungen angewandt. Man fand heraus, dass die Wirkungsweise u.a. lokal gerinnungs-, entzündungshemmend und gefäßerweiternd, außerdem Blutgerinnsel auflösend und systemisch blutgerinnungshemmend wirkt.

Die Indikation heute ist vielfältig:

    - Erkrankungen des Bewegungsapparates in fast jeder erdenklichen Art,

    - Erkrankungen der Gefäße

    - Erkrankungen der Haut und viele mehr.

     

(C) 2004 - 09 by Anja Lausch